Heidi Steinberger - Human Resource service

Persönlichkeit und Potenziale

Kennen Sie Ihre Potenziale, Motivatoren, Werte, Fähigkeiten – und setzen Sie diese optimal ein? Als Grundlage für strategische Entscheidungen in der Personalbesetzung oder in der eigenen Karriereplanung ist das Profiling mit Hilfe validierter wissenschaftlicher Verfahren geradezu unerlässlich.

  • Vorteile für Unternehmen

    • neutrale Grundlage für Personalentscheidungen
    • aussagekräftiges Stärken/Schwächen-Profil
    • Basis für gezielte Personalentwicklung
    • Entscheidungsgrundlage für effiziente Teams
    • ermöglicht gezielte Förderung im Management
  • Vorteile für die Karriereplanung

    • seriöse Analyse von eigenen Werten und Motiven
    • Grundlage für gute Work-Life-Balance
    • liefert Hinweise auf Konflikt- und Stressauslöser
    • ergänzt neutral die eigene Wahrnehmung
    • Voraussetzung für gezielte Karriereschritte

Als wissenschaftlich fundierte Profiling-Instrumente verwende ich meist das Reiss-Profile und den Golden Profiler of Personality (GPOP).

Reiss-Profile

Das Reiss Profile ist ein renommiertes diagnostisches Verfahren, das von Prof. Dr. Steven Reiss, Professor für Psychologie und Psychiatrie an der Ohio State University (USA), 1998 entwickelt wurde. Es analysiert die individuelle Antriebs- und Motivationsstruktur eines Menschen und beschreibt sie anhand der individuellen Ausprägungen von insgesamt 16 Lebensmotiven.

» Kurzzusammenfassung der 16 Lebensmotive nach Reiss

16 Lebensmotive nach Reiss

Steven Reiss definiert folgende Lebensmotive als Motivatoren

  • 1. Macht: Streben nach Einfluss, Erfolg, Leistung, Führung
  • 2. Teamorientierung: Streben nach Verbundenheit, Teamwork, Konsens
  • 3. Neugier: Streben nach Wissen, Wahrheit
  • 4. Anerkennung: Streben nach sozialer Akzeptanz, Zugehörigkeit
  • 5. Ordnung: Streben nach Stabilität, Klarheit, guter Organisation
  • 6. Sparen: Streben nach Anhäufung materieller Güter, Eigentum
  • 7. Ziel-/Zweckorientierung: Streben nach Zielerreichung, Pragmatismus
  • 8. Idealismus: Streben nach sozialer Gerechtigkeit, Fairness
  • 9. Beziehungen: Streben nach Freundschaft, Freude, Geselligkeit
  • 10. Familie: Streben nach einem Familienleben, Erziehung eigener Kinder
  • 11. Status: Streben nach Prestige, Reichtum, Titeln, öffentlicher Aufmerksamkeit
  • 12. Rache: Streben nach Konkurrenz, Kampf, Vergeltung
  • 13. Schönheit: Streben nach Sinnlichkeit, Schönheit, Ästhetik, Kunst
  • 14. Essen: Streben nach Nahrung und "Speisen", Genuss
  • 15. Körperliche Aktivität: Streben nach Bewegung, Fitness
  • 16. Ruhe: Streben nach Entspannung, emotionaler Sicherheit

Die Motivanalyse nach Reiss erfasst die Ursachen menschlichen Handelns und gibt daher fundiert Auskunft darüber

  • was beruflich und privat leitend ist und was zur persönlichen Zufriedenheit beiträgt
  • wo die individuellen Stärken und Schwächen einer Person liegen
  • wie volle Leistungsstärke entwickelt und auf welche persönlichen Ressourcen zurückgegriffen werden kann
  • woraus sich gegebenenfalls Ursachen für Konflikte, Überforderung und Stress ergeben
  • wie sich die persönlichen Motive, Werte und Ziele im Handeln und in der Kommunikation ausdrücken

Was ich am Reiss-Profil besonders schätze: Es betont die Individualität der einzelnen Person aufgrund des persönlichen Motivprofils, nimmt jedoch keine Klassifizierung in unterschiedliche „Typengruppen“ vor. Die individuellen Motivausprägungen werden nicht nach gut oder schlecht bewertet. Ausschlaggebend für beruflichen Erfolg und persönliche Zufriedenheit ist allein die Übereinstimmung zwischen der individuellen Motivausprägung und der Möglichkeit, diese in Berufs- und Privatleben umsetzen zu können.

Golden Profiler of Personality (GPOP)

Das Analyseinstrument Golden Profiler of Personality erfasst und beschreibt persönliche Denk- und Verhaltensmuster sowie die bevorzugten Kommunikations-, Arbeits- und Führungsstils. Es ist eine von John Golden weiterentwickelte Version des Myers-Briggs Typindikators (MBTI), des bislang weltweit am häufigsten eingesetzten Persönlichkeitstests. GPOP ist wissenschaftlich abgesichert, validiert und in Fachkreisen anerkannt. Der Test darf nur von Psychologen oder lizensierten Trainern eingesetzt werden und ist seit 2004 als deutsche Version veröffentlicht.

MBTI und GPOP basieren auf der Persönlichkeitstheorie von C.G. Jung, der vier grundsätzliche Wege unterscheidet, wie Menschen etwas tun und wie sie sicher fühlen: die Sinneswahrnehmung, das Denken, die Intuition und das Fühlen. Daraus entwickelt der Persönlichkeitstest GPOP fünf bipolare Globalskalen zur Analyse: Energie, Wahrnehmen, Entscheiden, Lebensstil und Stressgrad.

» GPOP-Konzept der fünf Verhaltensdimensionen

GPOP-Konzept der fünf Verhaltensdimensionen

GPOP identifiziert Verhalten in fünf Bereichen anhand dieser Faktoren

  • 1. Energie Extraversion versus Introversion
  • 2. Wahrnehmen Sinneswahrnehmung versus Intuition
  • 3. Entscheiden analytisches Entscheiden versus wertorientiertes Entscheiden
  • 4. Lebensstil Strukturorientierung versus Wahrnehmungsorientierung
  • 5. Stressgrad Anspannung versus Gelassenheit

Unsere bevorzugten Verhaltensmuster bestimmen, wie wir mit der Umwelt interagieren und wie wir Informationen verarbeiten. In der GPOP-Auswertung wird der Kandidat einem von insgesamt 16 Persönlichkeitstypen zugeordnet und differenziert nach sechs Bereichen beschrieben: seinem Beitrag zur Organisation, dem bevorzugten Führungsstil, dem bevorzugten Kommunikationsstil, den motivierenden und demotivierenden Faktoren, dem Beitrag im Team und dem persönlichen Lernstil. Darauf aufbauend werden Anregungen für die individuelle Entwicklung gegeben.

Was ich am Golden Profiler of Personality besonders schätze: Er beschreibt die Person in ihren wesentlichen Persönlichkeitsmerkmalen, ohne diese zu werten. Die Auswirkungen dieser Typmuster können in Übungen verdeutlicht und praktische Konsequenzen daraus gezogen werden. Im Team oder einzeln wird Entwicklung möglich.

Vorteilhaft im Coaching und in der Beratung von Einzelpersonen und Teams ist der Golden Profiler of Personality vor allem für:

  • die Potenzialanalyse
  • die Führungskräfteentwicklung
  • die Laufbahn- und Karriereplanung
  • die Steigerung von sozialer Kompetenz
  • die Problem- und Konfliktbewältigung
  • die Teamanalyse und Teamentwicklung
  • die Verbesserung der kommunikativen Kompetenz
  • die Stressbewältigung

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